18.07.2019

Mit digitaler Assistenz in die Zukunft des stationären Handels? – Daniel Füchtenschnieder über den bonprix Pilot Store in Hamburg

Die Hamburger Mönckebergstraße gehört zu den umsatzstärksten Einkaufsstraßen in Deutschland. Seit Februar 2019 wird sie durch einen Pilot Store der Otto Group-Tochter bonprix bereichert.

Der Einkauf im bonprix “fashion connect” Store wird komplett über das Smartphone assistiert, und zwar speziell über die bonprix App: Einchecken wie im Flughafen, Produktcodes scannen, Größe wählen und zur Anprobe in die Umkleidekabine bestellen, bezahlen, auschecken und vieles mehr.

Sieht so die Zukunft des stationären Handels aus? Auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin (20./21. November) wird Daniel Füchtenschnieder, Geschäftsführer bonprix Retail GmbH, seine Erfahrungen teilen. Im Interview gab er uns bereits einen ersten Einblick.

Was stand für Sie bei der Entwicklung Ihres Pilot Stores in Hamburg im Fokus? Welches Kundenerlebnis bieten Sie Ihren KundInnen dort?
Daniel Füchtenschnieder: “Für uns und unsere Kundinnen stand klar im Fokus, das Shoppen im stationären Einzelhandel wieder mit Spaß und positiven Erlebnissen zu verknüpfen. Bei der Entwicklung haben wir die Kundinnen sehr stark mit einbezogen, ganz im Sinne von “Customer Centricity”.

Dabei haben wir uns auch angeschaut, welche Pain Points der stationäre Einzelhandel bislang hatte. Bei bonprix “fashion connect” ging es darum, diese Schwachstellen zu vermeiden. Wir haben geschafft, dass unsere Kundinnen wieder Freude und Emotionen beim Einkauf haben, dass sie sagen “Genau so will ich einkaufen!”.”

Wie wird der Store von Ihren Kundinnen angenommen? Was schätzen sie besonders?
“Der Store wird sehr positiv angenommen. Wir haben hohe Besucherzahlen, die Kunden geben uns tolles Feedback. Die Kundin merkt, dass wir ihre Wünsche und Bedürfnisse verstanden haben und sie ganz anders begleiten. Das Assistieren ist für sie sehr wichtig, aber auch weil es intuitiv und komfortabel ist. Es ist schön, dass die Digitalisierung, die am Anfang vielleicht ein wenig als Hürde wahrgenommen wurde, gar keine ist. Und dass die Kundinnen sagen, wir haben Freude, Spaß und wir kommen auf jeden Fall wieder.” 

Wie planen Sie den weiteren Ausbau des Stores? Welche Rolle spielt der Store in Ihrem Vermarktungskonzept?
“Die Kundin möchte auf allen Touchpoints begleitet werden. Manchmal möchte sie auf dem Sofa mit der Marke kommunizieren und sie erleben. Aber häufig eben auch in der Stadt. Wir sind alle “Social Animals”. Wir brauchen und lieben das Miteinander. Wir bei bonprix wollen die Möglichkeit schaffen, über alle Touchpoints hinweg unsere Kundin wahrzunehmen, zu begleiten und ihr ein tolles Einkaufserlebnis in einer hohen Qualität zu bieten.”

Welchen Stellenwert hat der Deutsche Handelskongress für Sie persönlich und worauf freuen Sie sich besonders?
“Ich bin gespannt, was mich beim Deutschen Handelskongress erwartet. Ich bin sehr froh, dass wir dort sein können. Solch eine Plattform ist wichtig, um sich auszutauschen. Wir müssen uns viel mehr vernetzen, darüber reden, was wir tun und auch keine Angst mehr haben, Dinge mit anderen zu teilen. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf.”

 

Deutscher Handelkongress 2019

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